Die Schallzahnbürste und die elektrische Zahnbürste – welche ist besser?

Umfangreiche Tests bewiesen, dass eine elektrische oszillierende Zahnbürste, im Vergleich zu der Schallzahnbürste mit der Putzwirkung und Plaqueentfernung weit überlegen sind. Um einen Vergleich zwischen einer Ultraschallzahnbürste und einer elektrischen Zahnbürste anzustellen, muss man sich über die Technologie der beiden Zahnbürsten auseinandersetzen.

Die Schallzahnbürste

Im Jahre 1992 brachte Sonicare in Amerika die erste Uktraschallzahnbürste in den Handel. Die Borstenvibrationen wurden durch Schall erzeugt und die gute Putzwirkung wurde ohne großen Druck auf Zähne und Zahnfleisch erzielt. Mit mehr als 30000 Impulsen in der Minute sorgte die Schallzahnbürste in den Spalten ohne direkten Borstenkontakt für Sauberkeit. Neben dem druckarmen Putzen mit einer Schallzahnbürste ist der wesentlich geringere Abrieb am Zahnschmelz ein weiterer Vorteil. Ebenfalls die Gefahr von Zahnfleischverletzungen und Zahnfleischrückgang durch zu viel Putzdruck ist reduziert.

Ultraschall beginnt ab einer Schallfrequenz von 20000 Hertz beziehungsweise ab 2,4 Millionen Schwingungen in der Minute.
Im Handel beworbene Schallzahnbürsten besitzen sogar eine Frequenz von 1,6 Megahertz. Dies entspricht 192000000 Schwingungen je Minute, welche mittels Piezo-Keramik-Schwinger erzeugt werden.Herkömmliche Schallzahnbürsten arbeiten darüber hinaus noch mit einem normalen Schallanteil beziehungsweise mit einer Schallfrequenz von neun bis vierzig in der Minute. Bei Schallzahnbürsten empfiehlt sich für die Putztechnik und den Reinigungseffekt eine komplett druckfreie Applikation.
Die Vorteile einer Schallzahnbürste sind eine gute Putzwirkung, sowie eine druckarme bis druckfreie Anwendung. Im Vergleich zur elektrischen Zahnbürste kostet die Schallzahnbürste mehr (siehe dazu auch diesen Artikel), bietet dafür jedoch eine höhere Geschwindigkeit beim Putzen der Zähne. Die Geräuschentwicklung ist lauter, als bei der elektrischen Zahnbürste. Und bei sehr stark anhaftenden Belägen reinigt die elektrische Zahnbürste effektiver.

Elektrische Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten werden auch als oszillierend-rotierende Zahnbürsten bezeichnet. Die Putzwirkung wird zum größten Teil durch eine abwechselnde Links-Rechts-Bewegung des rundlichen Borstenkopfs mittels hoher Geschwindigkeit erreicht.
Diese bewährte Technologie beseitigt Plaque viel effektiver als Schallzahnbürsten oder auch als Handzahnbürsten. Die elektrische Zahnbürste entwickelt für die Putzwirkung mehr Druck und beseitigen dadurch hartnäckige anhaftende Beläge effektiv. Allerdings besteht durch den übermäßigen Druck das Risiko die Zahnhartsubstanz und das Gewebe zu schädigen. Dies ist bei der Schallzahnbürste nicht der Fall. Im Vergleich zu der Schallzahnbürste, ist die elektrische Zahnbürste
sehr preisgünstig zu bekommen und verfügt über eine bewährte Technologie.Dafür ist der Bürstenverschleiß bei der elektrischen Bürste höher als bei einer Schallbürste.

Implantataufbauten-Vergleich der beiden Zahnbürsten

Jeder Impuls, der auf verschraubte Elemente, also Implantate übertragen wird, kann diese in Bewegung versetzen. Bei Schallzahnbürsten hängt es von der Intensität der Schwingungen ab, sowie von der Festigkeit der Schraubverbindung ab, welcher Effekt erzielt wird. Bei der Anwendung einer elektrischen Zahnbürste besteht ein geringes Risiko einer Lockerung der Implantate. Für beide Arten von Zahnbürsten unabhängig von der Technologie gilt, dass eine effektive Plaqueentfernung sowohl mit einer elektrischen Zahnbürste, als auch mit einer Schallzahnbürste zuverlässig erreicht wird. Dadurch wird Karies, sowie Parodontitis und Periimplantitis vorgebeugt. Die Schallzahnbürste beweist aber im direkten Vergleich, dass sie die substanzschonendere Putztechnik bietet. Allerdings wird das schwache Glied in der Zahnpflege immer der Zähne putzende Mensch selbst sein.